Wappen von Dietfurt im Altmühltal Stadt Dietfurt an der Altmühl

staatlich anerkannter Erholungsort



Feriengäste und Ausflügler, die Ruhe und Entspannung suchen oder den Aktivurlaub bevorzugen, finden in Dietfurt a. d. Altmühl und seinen Ferienorten Mühlbach und Töging ein breites Angebot wie Radeln, Wandern, Bootfahren, Schwimmen, Tennis, Kegeln, Trimmen, Reiten, Museum Hollerhaus mit Ausstellungen über die Landschaftsgeschichte und der Kanalbauten.
Den "absoluten Badespaß" erlebt man im Siebentäler-Freibad mit Wasserrutsche und verschiedenen Freizeiteinrichtungen in Dietfurt, am Südhang des Weinberges. Gute Gasthöfe mit soliden Preisen, gepflegte Privatquartiere und eine reizvolle Landschaft verwöhnen auch den anspruchsvollen Gast.


Dietfurt im Altmühltal


Die "Dietfurter Chinesen"

Einst kam ein Wanderbursche nach Dietfurt, um sich dort niederzulassen. Der Rat der Stadt wachte streng darüber, daß die Zahl der Meister begrenzt blieb, um ihnen ein ausreichendes Einkommen zu sichern. Der Geselle wurde deshalb abgelehnt, als er bat, in den Kreis der Meister aufgenommen zu werden.
Da versuchte er sein Glück zum zweitenmal, ging zum Landrichter und beschwerte sich über die Ablehnung. Es kam zu folgendem Gespräch:

"Hat er bei seinem Zuzug gesehen, was um Dietfurt herum ist ?"
"Jawohl, Wiesen und Felder."
"Unsinn, Mauern sind herum. Und weiß er auch, wer die größten Mauern der Welt gebaut hat ?"
"Die Chinesen"
"Und warum ? Um die Fremden abzuhalten. Geh´ er nun hin und schau´ er sich die Mauern wieder von außen an"

Der Handwerksgeselle packte ärgerlich sein Bündel, schritt zum Tor hinaus und setzte seine Wanderschaft fort. Überall wo er auf seinem Weg hinkam erzählte er, daß er sich in Dietfurt habe ansässig machen wollen, doch der Rat und der Landrichter hätten es ihm verwehrt, weil er kein Chinese sei.

Ob diese Geschichte stimmt, ist ungewiß. Der Name "Chinesen" jedoch ist als Bezeichnung für die Einwohner der Stadt seit über hundert Jahren nachgewiesen. Im "Kalender für katholische Christen auf das Schaltjahr 1860" heißen die Dietfurter "Chinesen", in einem Artikel des Eichstätter Pastoralblattes von 1869 wird die Gegend als "Chinesenviertel" bezeichnet.
Gekränkt wegen dieser Bezeichnung waren die Dietfurter nie. Im Gegenteil: Seit den 20er Jahren feiern sie unter der Regie eines Kaisers am unsinnigen Donnerstag ihren "Chinesenfasching".