Wappen von Kelheim im Naturpark Altmühltal Stadt Kelheim

(von Kel = keltisch Höhe) könnte gut und gerne bayerische Landeshauptstadt sein. Doch der Mord an dem Wittelsbacher Herzog Ludwig I., "dem Kelheimer" am 15.9.1231, bewog seine Nachfolger, ihre Residenz nach Landshut und später dann nach München zu verlegen. Wenn auch nichts wurde aus dem Traum Hauptstadt zu sein - das Bild einer historischen Herzogstadt ist geblieben. Von der Befestigung des 13. Jahrhunderts sind stattliche Teile der Mauer, vier Befestigungstürme, alle drei Tortürme und einige Abschnitte des Stadtgrabens erhalten. Auch die beiden Hauptstraßen zeugen vom Leben einer herrschaftlichen Stadt.

Kelheim mit Befreiungshalle im Altmühltal

Weithin sichtbar, auf dem Michelsberg, steht das Wahrzeichen Kelheims, die Befreiungshalle. Zwischen 1842 und 1863 ließ König Ludwig I. diesen Monumentaltempel als "Andenken an die Befreier Deutschlands aus dem napoleonischen Joch ein würdiges Denkmal errichten". Kelheim ist der Ausgangspunkt vieler schöner Ausflüge: zu Fuß zum "Klösterl", einer Einsiedelei und späterem Kloster mit Höhlenkirche, oder zur Befreiungshalle, mit dem Schiff auf dem Main-Donau-Kanal ins Altmühltal, oder durch den Donaudurchbruch - ausgezeichnet mit dem Europadiplom als "Weltenburger Enge" - zum Kloster Weltenburg mit seiner Asamkirche, bei schlechtem Wetter ins Archäologische Museum im spätgotischen Herzogkasten oder ins Keldorado.